Domus Baugesuchsverfahren harzt (2020)

21. August 2020

«Domus»-Kosten schiessen in die Höhe – der Turm nicht. Liebrüti-Miteigentümer Thomas Götz will das Zentrum der Siedlung modernisieren und gleichzeitig 125 Wohnungen bauen. Das Baugesuchsverfahren harzt – Frühling 2021 als Start für Kaiseraugster Grossbau anvisiert.


Das Baugesuchsverfahren für den «Domus» samt Neugestaltung des Zentrums in der Liebrüti zieht sich wie ein Kaugummi in die Länge. Eingereicht auf der Gemeinde wurde das Baugesuch im Oktober 2018. Noch während der Auflage – im August 2019 – rechnete Liebrüti-Miteigentümer Thomas Götz mit einem Baustart spätestens Anfang 2020. Nun sagt Götz, dass der Baustart für die 125 Wohnungen frühestens im Frühling 2021 erfolgen könnte. Der Termin für einen Erstbezug des rund 72 Meter hohen Turms würde sich damit ins Jahr 2024 verschieben.


Dennis Kalt / Aargauer Zeitung (21. August 2020)



Sechs Einwendungen sind gegen das Projekt eingegangen. Diese machten neben vier Privatpersonen der Verkehrs-Club Schweiz (VCS) und der Heimatschutz Aargau geltend. «Wir haben drei private Einwender persönlich empfangen, VCS und Heimatschutz schriftlich abgeholt. Bisher konnte jedoch keine Einsprache bereinigt werden», so Götz, der die Situation als unbefriedigend bezeichnet. «Derzeit liegt das Zentrum brach. Davon haben weder Bewohner, Gemeinde noch wir etwas.»

Verwundert ist Götz, dass der Gemeinderat die Einsprachen des Heimatschutzes und jener Privatpersonen, die sich auf das fehlende Fassadenkonzept beziehen, nicht schon längst abgewiesen hat. So erklärte Gemeindepräsidentin Françoise Moser während der Baugesuchsauflage, dass vorgesehen sei, eine Rahmenbaubewilligung mit Auflagen zu erteilen, um der Bauherrschaft eine Planungssicherheit für kommende Aufgaben einzuräumen.


Götz greift diesen Punkt kritisch auf. Farbgestaltung und Fassadenkonstruktion sind laut ihm eben solche Aufgaben, die bei diesem komplexen Projekt erst nach der Rahmenbaubewilligung – also auf Basis einer Planungssicherheit – hätten angegangen werden sollen. Dies in Zusammenarbeit und Absprache mit der Gemeinde und einem externen Fachbüro. Nun würde jedoch ein detailliertes Fassadenkonzept zur Voraussetzung der Baubewilligung gemacht.


Konkret geht die Gemeinde nicht auf diese Kritik ein. Gemäss Moser habe sich nach der baurechtlichen Prüfung zusammen mit einem externen Fachbüro gezeigt, dass seitens der Bauherrschaft noch ein gewisser Handlungsbedarf bestehe. «Sobald der Gemeinde die bereinigten Unterlagen vorliegen, können die Einwendungen abgehandelt und das Baugesuch auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen bewilligt werden», sagt Moser, die zuversichtlich ist, dass dies bald der Fall ist.

Kosten steigen auf rund 70 Millionen Franken an


Ziel der Bauherrschaft ist es, die Punkte der Fassadenkonstruktion und der Farbgestaltung mit der Gemeinde und einem externen Fachexperten bald zu besprechen. Götz hofft dann auf grünes Licht von der Gemeinde. Er schätzt, dass der Bau wegen Verzögerungen und baulichen Anpassungen, die umgesetzt werden müssen, ein Viertel teurer zu stehen kommt. Veranschlagte die Bauherrschaft im Gesuch noch 57 Millionen Franken, geht Götz nun von rund 70 Millionen Franken aus.

Unter anderem erhöht sich die Regelhöhe der Geschosse um zehn Zentimeter auf 2,60 Meter, was Mehrausgaben von rund einer Million Franken allein für den Beton entspricht. «Anders als geplant und damals von der Gemeinde kommuniziert, sind zudem 125 Keller notwendig, für die ein weiteres Zwischengeschoss erstellt werden muss», so Götz. Dies schlägt mit 1,5 Millionen Franken zu Buche.

Die Ungewissheit in Sachen Baustart erschwert auch die Suche nach einem Nachmieter für Migros, die als Ankermieterin des Zentrums ihre Filiale im Mai schloss. Gespräche mit potenziellen Nachfolgern hätten stattgefunden. Obwohl der Baustart noch ungewiss ist, sind bei Astrid Styger, Geschäftsleiterin bei der Immobilienverwalterin Varioserv AG, bereits rund zehn Bewerbungen für die Wohnungen im «Domus» eingegangen. Dies sei auch ein erster Indikator, dass die Wohnungen vom Markt gut aufgenommen würden – wenn sie denn dereinst stehen.

Link zum Original-Beitrag:
https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fricktal/domus-kosten-schiessen-in-die-hohe-der-turm-nicht-ld.1249269

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Wir sind fast oben - noch ein paar wenige Wochen und der Domus hat seine endgültige Höhe erreicht. Höchste Zeit also für einen Austausch mit Bauleiter Patrick Grond auf der Baustelle. Er hat uns auf einen Rundgang mitgenommen und erzählt, was die grössten Herausforderungen sind. Hier entlag zum Video
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Die Bauarbeiten beim Domus Liebrüti gehen voran. Nach intensiver Planung mit der Kannewischer Group steht nun fest: Sie übernimmt auch den Betrie b des neuen Hallenbades. Der entsprechende Vertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet. Die Kannewischer Group hat im Auftrag der Eigentümerschaft in den vergangenen Monaten bereits die technischen Anlagen des Hallenbades geplant. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bau und Betrieb von Bädern in der Schweiz und im Ausland bringt die Kannewischer Group viel Fachwissen in das Projekt ein. Neues Hallenbad mit erweitertem Angebot für gross und klein Das Hallenbad im Sockelgeschoss des Domus und wird umfassend saniert. Das Schwimmerbecken wird vollständig erneuert, das Nicht-Schwimmerbecken vergrössert und erhält in diesem Teil neu einen Hubboden. Ein neuer, attraktiver Kinderplanschbereich mit vielfältigen Spielmöglichkeiten ergänzt das Angebot. Hinzu kommen ein Dampfbad mit Tauchbecken und eine lange Erlebnisrutsche. Im zweiten Hauptgeschoss entstehen ein modernes Fitnessstudio mit Gymnastikraum sowie ein Bistrobereich für Badegäste. Eine neue Ruheempore mit Blick in die Schwimmhalle und eine markante Treppenanlage sorgen künftig für grosszügige Aufenthalts- und Begegnungszonen. Ausführung im Zeitplan – Eröffnung im Frühling 2027 Die Ausbauarbeiten wurden gemeinsam mit dem auf Hallenbäder spezialisierten Illiz Architektur GmbH in Zürich geplant. Die Bauarbeiten des Domus verlaufen planmässig. Die Eröffnung des Hallenbades ist im Frühling 2027 vorgesehen – zusammen mit der Fertigstellung der über 120 Wohnungen, Gewerbeflächen und weiteren Einrichtungen des neuen Liebrüti-Zentrums.
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Migros kommt ins neue Liebrüti-Zentrum Langjähriger Mietvertrag für Migros Supermarkt im neuen Liebrüti-Zentrum unterzeichnet Nach der kürzlich erfolgten Grundsteinlegung für das Projekt DOMUS in Kaiseraugst können wir heute eine weitere erfreuliche Nachricht in dieser Sache publizieren. Nach längerem Austausch mit der Genossenschaft Migros Aare ist es uns gelungen, die Anforderungen der Migros im neuen Liebrüti-Zentrum zu erfüllen und einen entsprechenden langjährigen Mietvertrag für die grösste verfügbare Ladenfläche abzuschliessen. Es wird ein Migros Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von ca. 900 m2 entstehen. Die Baueingabe der Migros für den Ausbau erfolgt voraussichtlich schon im 1. Quartal 2025. Je nach Bewilligungsverfahren und Baufortschritt kann die Eröffnung im Idealfall Ende 2026 erfolgen. Alle beteiligten freuen sich sehr, dass die jahrelangen Verhandlungen nun zu einem positiven Abschluss gebracht werden konnten. Migros glaubt an den Standort Kaiseraugst und wird zusätzlich zu Denner, mit welchem bereits ein Mietvertrag im neuen Zentrum abgeschlossen wurde, und den zusätzlichen kleineren Ladenmietern sämtliche Grundbedürfnisse abdecken. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Liebrüti sowie die Bevölkerung in Kaiseraugst und den angrenzenden Gemeinden dürfen sich nebst dem Hallenbad und den Dienstleistungen im Gesundheitswesen auch auf eine weitere attraktive Einkaufsmöglichkeit im neuen Liebrüti-Zentrum freuen.
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